Unser Team

Marc-Alexandre Cousquer

Mitglied der Schulleitung - Schauspiel, Sprachgestaltung, Improvisation

*1977 in Strasbourg. Schauspieler, Sprachgestalter, Regisseur

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Ecole Studio J-L Martin Barbaz in Paris, Studio Michael Tschechow in Berlin, Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum. Leiter des Théâtre de l’Homme Inconnu. Dozent für Schauspiel und Sprachgestaltung in Frankreich, der Schweiz und Deutschland.

Marion Lieberherr

Mitglied der Schulleitung - Sprachgestaltung, Menschenkunde

*1975 in St. Gallen. Schauspielerin, Sprachgestalterin, Lehrerin

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Primarlehrerin am Lehrerseminar Rorschach, Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum. Lyrikprogramme, Lesungen, Dichterportraits, Schauspielaufführungen, Dozentin für Sprachgestaltung und Schauspiel, Rednerkurse.

Dagobert Kanzler

Mitglied der Schulleitung- Sprachgestaltung, Chorsprechen

*1958 in Zürich. Gymnasiallehrer, Sprachgestalter

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Regiearbeit an Waldorfschulen, Rezitationen, Schauspielaufführungen, Einzelarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen, Sprechen zur Eurythmie.

Paul Klarskov

Mitglied der Schulleitung - Schauspiel, Sprachgestaltung

*1951 in Kopenhagen. Schauspieler, Sprachgestalter, Regisseur

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Handwerk, Lehrerausbildung am Goetheanum, Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum. Langjähriger Leiter der Goetheanumbühne. Künstlerischer Leiter, Lehrer, Regisseur im Kulturzentrum Marjatta, Dänemark.

Friederike Lögters

Malen, Goetheanismus

*1963 in Hannover. Bildende Künstlerin, Regisseurin, Sprachgestalterin

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Goetheanistische Studienstätte für Kunstmalerei und Bildhauerei Wien, Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum.   Arbeitet freischaffend als bildende Künstlerin in der Schweiz und Deutschland. Rezitationen, Regisseurin der Mysteriendramen in Bern.

Audrey Verdure

Administration

*1988 in Lyon.

WERDEGANG

BTS-Abschluss in Nancy 2007 und Bachelor-Studium in Psycho-Sozio-Ästhetik in Nanterre 2013.
Seit 2014 selbstständig. Mitglied des Kollektivs Or du Commun in Andolsheim.
Seit 2022 zuständig für die Begleitung von gemeinnützigen Vereinen.

Unsere Vision

„Kunst ist kein Luxus, sondern eine notwendige Beigabe jedes menschwürdigen Daseins.“   R. Steiner

Nach kontinuierlicher Arbeit für eine Erneuerung der dramatischen Kunst,

der Sprachgestaltung und der Bühnenkunst, sind wir überzeugt, dass diese Kunst die Aufgabe hat,poetisch auf der Bühne die Auseinandersetzung des Menschen mit seinem Schicksal und seiner Zukunft lebendig werden zu lassen.

Die Schauspielkunst wird dabei den magischen Atem der alten Mysterien wiederfinden. Sie wird nicht modern, indem sie das ganze Elend der heutigen Zeit auf die Bühne bringt, sondern indem sie an die Größe des Menschen glaubt und für „einen Moment“ das Ewige im vergehenden Atem lebendig werden lässt. Der Schauspieler kann entdecken, dass sein Körper, seine Stimme und seine Gesten das Instrument sind, um die lebendigen schöpferischen Kräfte des Malers, des Musikers, des Bildhauers, des Dichters und vor allem die des Wortes zu pflegen. Und so wird er als ein Künstler wirken, der durch seine Kunst der bunten und erschütternden Welt des menschlichen Abenteuers Leben verleiht.

Der Bühnenraum ist ein poetisches Erlebnis, das voll und ganz in unserem irdischen Leben mit seinen Verflechtungen, Freuden und Verirrungen verankert ist, aber auch in dem, was größer ist als wir und durch die Stille und das Unsichtbare zu uns spricht. Ein Schauspiel zwischen Auge und Ohr, zwischen der Welt des Sehens und der Welt des Hörens. Durch das Zusammenspiel des Raumes, in dem Menschen, die von ihrem Charakter und ihrem sozialen Umfeld geprägt sind, handeln und kämpfen, und der Zeit, in der sie in einem Wachtraum die verborgenen Fäden des Schicksals wahrnehmen, entstehen die Imaginationen des Theaters.

Durch diese beiden Türen des Sinnlichen und des Übersinnlichen – des Sehens und des Hörens – entzündet sich der Schauspielakt. Es ist die Kunst der Gegenwart! – Die Bühne, – der Ort, an dem der Mensch durch seine Handlungen das Feuer der Freiheit erfährt und sich mit dem Bösen auseinandersetzt. Dramatische, epische oder komische Formen sind die vielen Gesichter dieses Abenteuers…

Seit mehreren Jahrhunderten wird der Künstler im Menschen auf dem Altar des materialistischen und utilitaristischen Denkens geopfert. Die Kunst wird in zwei Extreme gedrängt, die sie verfälschen: entweder reine Unterhaltung oder Ideologie zu sein. Im ersten Fall ist sie ein Körper ohne Seele, im zweiten eine Seele ohne Körper. Entweder der Narr des kritischen Geistes oder der Bommel des French Cancan – Tanzes.

Antonin Artaud rief in seiner Verzweiflung aus: „Ich leide, dass der Geist nicht im Leben und das Leben nicht im Geist ist“, und kichernd flüsterte Mephisto ihm zu: „Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben,/Sucht erst den Geist heraus zu treiben, /Dann hat er die Teile in seiner Hand, /Fehlt leider! nur das geistige Band.“

Wie können wir den Menschen und die Welt wieder verzaubern?
„Ich bin Sohn der Erde und des Sternenhimmels“, sagte Orpheus in seinem Lied, denn der Mensch ist eine Doppelnatur. Wir müssen versuchen, hinter dem Sinnlichen und der unbedeutenden Alltäglichkeit den wirkenden Geist zu erblicken. Und das erfordert, dass wir unsere Auffassung vom Menschen und seinem Schicksal bis hin zu seiner geistigen Dimension erweitern.

Das ist das Streben unserer Initiative, die sich auf Steiners Schauspielkurse und die Kunst der Sprachgestaltung stützt.

~Marc-Alexandre Cousquer